Medizinische Diagnostik
Angst, Schamgefühle und Tabus führen oft dazu, dass der Betroffene einen Arztbesuch aufschiebt. Durch ausreichende Information und Aufklärung kann die Angst abgebaut werden und der Gang zum Arzt erleichtert werden.
"Was erwartet mich bei der ärztlichen Untersuchung?" ist eine sehr häufig gestellte Frage. Bei der ärztlichen Untersuchung wird zunächst die Anamnese erhoben. Das heißt, dem Patienten werden gezielte Fragen gestellt. Das Ziel ist festzustellen, unter welcher Form von Inkontinenz der Betroffene leidet und gemeinsam einen Therapieplan zu erstellen. Zur Basisdiagnostik gehören weiters die körperliche Untersuchung, der Urinstatus (Harnteststreifen meist ausreichend), ein Blasentagebuch sowie eine Ultraschalluntersuchung des Harntrakts.
Von Bedeutung ist auch die Stuhlanamnese, da es sich oft um ein kombiniertes Urin-Stuhl-Entleerungsproblem handelt.
Die Kontinenzberaterin nimmt eine sehr wichtige Rolle bei der Aufklärung und Beratung von Betroffenen ein. Die Kontinenzberaterin ist eine diplomierte Krankenschwester mit einer zusätzlichen Sonderausbildung von einem Jahr speziell für Kontinenzberatung.
Zur Untersuchung gehören weiters die Zystoskopie, die urodynamische Untersuchung und eventuell eine Miktionszystourethrographie.