Risikofaktoren

Senkungen der weiblichen Beckenorgane:
Eine Senkung liegt dann vor, wenn ein Organ innerhalb des Beckens tiefer als seine normale Position tritt. Dies kann Gebärmutter, Harnblase, Harnröhre, Scheide, Enddarm betreffen. Im schlimmsten Fall kann die Gebärmutter durch die Scheide nach außen treten.

Übergewicht:
Das Körpergewicht spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Inkontinenz. Durch Übergewicht wird der Druck im Bauchraum und auf die Blase erhöht und als Folge tritt unwillkürlicher Harnabgang auf. Abnehmen entlastet den Beckenboden und in Kombination mit Beckenbodenübungen wird die Muskulatur gestärkt. Eine Gewichtsabnahme führt in den meisten Fällen zu einer Besserung der Blasenbeschwerden.

Schlechte Körperhaltung:
Eine schlechte Haltung kann zu Beschwerden u.a. zu Schmerzen und Dysfunktion des Beckenbodens führen.

Chronischer Husten:
Chronische Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis oder Asthma schwächen durch häufiges Husten den Beckenboden und können schließlich zu Inkontinenz führen. Hier ist die Abklärung und die Behandlung der Grunderkrankung wichtig, ebenso konsequentes Training des Beckenbodens.

Chronische Verstopfung:
Wenn der Darm ständig verstopft ist drückt auf die Blase und leistet einer Inkontinenz Vorarbeit. Ständiges Pressen bei der Stuhlentleerung kann die  Beckenbodenmuskulatur und damit den Verschlussapparat der Blase schädigen und zu Inkontinenz führen. Auch wenn Frauen ständig schwer tragen und heben müssen, kann dies eine Inkontinenz begünstigen. Aber auch Schwangerschaften, bestimmte Krankheiten, Medikamente können eine Inkontinenz verursachen oder verstärken.